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Schmerztherapeutische Begleitung

Information zur Schmerztherapie bei Zecken-übertragenen
Erkrankungen, insbesondere der Borreliose im Stadium II und III

Zu den häufigsten Beschwerden und Symptomen gehören bei diesen Erkrankungen neben vielen anderen die Schmerzen. Diese können in den unterschiedlichsten Formen und Stärken auftreten. Häufig als sogenannte chronische Schmerzsyndrome ( z.B. Stadium III der Borreliose).

Da wir wissen, wie sehr Schmerz die Befindlichkeit und Lebensqualität einschränken kann, sehen wir es als unsere Aufgabe an, Ihnen auch hier jede mögliche Unterstützung und Hilfe zu geben.

Wenn Sie die Abläufe des Schmerzgeschehens in Ihrem Körper besser kennen, dann können Sie mit uns ein gemeinsames und erfolgreiches Konzept für Ihre Behandlung erstellen.

Wichtig ist, dass wir uns ein Bild von Ihrer Schmerzsituation machen können. Dazu sollten Sie uns 7 Fragen beantworten:

  • Wo befindet sich Ihr Schmerz?
  • Wie fühlt sich Ihr Schmerz an?
  • Wann treten die Schmerzen auf?
  • Wie lange hält der Schmerz an?
  • Wann haben die Schmerzen begonnen?
  • Was beeinflusst Ihre Schmerzen positiv oder negativ?
  • Welche Begleitbeschwerden treten auf?

 

Schmerzentstehung, Schmerzleitung, Schmerzwahrnehmung

Unser Körper nimmt Schmerzreize über so genannte Schmerzrezeptoren wahr. Die Schmerzsignale werden über die peripheren Nerven erst zum Rückenmark und von hier dann zu den entsprechenden Zentren im Gehirn weitergeleitet. Erst in den entsprechenden Schmerzzentren im Gehirn wird der Schmerz wahrgenommen und verarbeitet. Es zeigt sich, dass jeder Mensch hierbei ein individuelles und persönliches Schmerzempfinden hat.

Wie ist es möglich in diesen Ablauf einzugreifen?

Zum einen versucht der Körper selber über die so genannten Endorphine Schmerz zu reduzieren oder auszuschalten. Zum anderen können Ärzte über Medikamente an verschiedenen Orten im Körper, häufig an den Nervenschaltstellen (Synapsen)  in diesen Ablauf eingreifen. Hierzu dienen die Schmerzmittel.

Je nach Stärke der vorhandenen Schmerzen, können verschieden starke Schmerzmittel eingenommen werden.

 

Akuter und chronischer Schmerz

Prinzipiell unterscheidet man zwischen akuten und chronischen Schmerzzuständen. Der akute Schmerz ist ein Warnsignal bei Verletzungen oder Krankheiten, der meistens wieder abklingt, wenn die Ursache behoben ist.

Wenn allerdings akute Schmerzen nicht ausreichend oder zu spät behandelt werden, besteht die Gefahr, dass sie chronisch werden. Als chronisch bezeichnet man Schmerzen, die über den Zeitpunkt der Ausheilung hinaus fortbestehen oder länger als 6 Monate anhalten.

Bei chronischen Schmerzen werden anhaltend Schmerzsignale übermittelt. Das stresst das Nervensystem und meldet dem Gehirn Schmerzen, obwohl die Ursache des Schmerzes häufig schon nicht mehr besteht.

So kann eine eigenständige Schmerzkrankheit entstehen.


Unser Ziel mehr Lebensqualität

Durch eine auf Sie zugeschnittene Schmerztherapie soll Ihnen durch Schmerzlinderung Lebensqualität zurückgegeben werden! Dies stellt die ideale Ergänzung der anderen erforderlichen Therapien (Antibiose) bei der Behandlung Zecken-übertragener Erkrankungen dar.

Nicht behandeltete, chronische Schmerzen können zu Symptomen, wie Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, allgemeine körperliche Schwäche und Depressionen führen. Neben den vielen anderen z.B. Borreliose typischen Symptomen können sie die Lebensqualität ebenfalls stark vermindern.

Unser Ziel ist deshalb eine frühzeitige und effektive Schmerztherapie als Ergänzung der übrigen Therapie, damit ein normaleres Leben wieder möglich wird!

 

Therapie von Schmerzen

Eine funktionierende Schmerztherapie sowohl akuter als auch chronischer Schmerzen bedarf der konsequenten Anwendung verabreichter Schmerzmedikamente zu festen Zeiten.

Zum Einsatz können verschieden starke Medikamente kommen. Nach der Weltgesundheitsorganisaton (WHO) unterscheidet man 3 Stufen  der medikamentösen Schmerztherapie:

  • Die Stufe I bilden die Nicht-Opioide. Hierbei handelt es sich periphere Schmerzmittel, die am Ort der Schmerzentstehung wirken, z.B. Aspirin, Diclofenac, Paracetamol,etc.
  • Die Medikamente der Stufe II und III sind schwache und starke Opioide, welche direkt an den Schmerzrezeptoren des zentralen Nervensystems, Rückenmarks und einiger Organe wirken.
  • Manchmal werden auch sogenannte Co-Analgetika benötigt. Diese verstärken die Wirksamkeit der Schmerzmittel und können somit Nebenwirkungen reduzieren.

Neben den medikamentösen Therapien gibt es noch schmerzlindernder Begleittherapien die recht wirksam sein können, wie z.B. Akupunktur, Elektrotherapie (TENS), und vieles mehr.

In den allermeisten Fällen kann durch eine konsequente Schmerztherapie der Schmerz gelindert oder ganz ausgeschaltet werden. Wir nehmen uns die Zeit für Sie, um Ihre persönliche Schmerzanamnese zu erheben und stehen Ihnen gerne mit Rat und Tat bei der Planung und Durchführung der Schmerztherapie zur Verfügung!